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Artà

Blick auf Hausdächer von Artà

Das mittelalterliche Städtchen liegt in einer lieblichen Gartenlandschaft,nahe der Küste und nahe dem östlichsten Punkt von Mallorca. Aus dem arabischen Wort jertan ('Garten') abgeleitet lässt sich die Herkunft des Namens erklären. In Artà ist das ursprüngliche Mallorca spürbar.

Eingangstor zur Festung San Salvador von Artà

Mittelalterliches Ambiente

Artà (über 7000 Einwohner) liegt im Nordosten Mallorcas, ca. 60 km von Palma entfernt. Schon in vorgeschichtlicher Zeit war Artà besiedelt. Griechen, Römer und Mauren lebten hier. Der Ort gelangte zu Wohlstand. Wie viele Orte in Küstennähe litt auch Artà unter ständigen Überfällen von Piraten und baute daher zur Verteidigung Stadtmauern, Wachtürme und einen Festungsring, der bis heute erhalten ist. Um das Ambiente des Ortes zu erfassen, muss man sich einen Überblick von ganz oben verschaffen. Hierfür kann man, die mit Zypressen gesäumte Kalvarientreppe zum Kalvarienberg (182 m) hinaufsteigen. Von den Zinnen der alten Wehrmauer hat man einen erstklassigen Rundblick auf Artà und das weite Umland.

Gässchen in Altstadt von Artà

'Gesamtkunstwerk' Artà

Heute ist Artà eine wohlhabende Kleinstadt. Wunderschön anzusehen ist das geschlossene Gesamtbild des Städtchens mit soliden alten Bürgerhäusern und steilen engen Gassen, die am Fuße des Berges beginnen, und von der Einheit der Festungsmauern San Salvador auf dem Gipfel des Ortes beherrscht werden. Artà wird hauptsächlich von Tagestouristen besucht, die sich die Wehrkirche Transfiguració del Senyor mit der schönen Holzkanzel ansehen und im Anschluss, die 180 Stufen hinauf zur Wallfahrtskirche San Salvador (1825) gehen. Ein Bummel durch die schmalen Gassen mit den vornehmen Adelshäusern den hübschen kleinen Plätzen und dann hoch zum Burgberg ist absolut empfehlenswert.

Kirche Transfiguració del Senyor in Artà

Transfiguració del Senyor

Die spätgotische Wehr- und Pfarrkirche Transfiguració del Senyor (1563) erscheint mit ihren hohen Stützpfeilern besonders imposant. Die Strebebögen sind typisch für die Spätgotik auf Mallorca. So entstanden zwischen den Strebepfeilern halbrund überspannte Räume, die als Terrades bezeichnet werden. Im Inneren sind vor allem die typisch mallorquinische, aus Mahagoni gefertigte Kanzel (1860) und der Hochalter mit der 'Verklärung Christi' sehenswert.

Treppenaufgang zur Wallfahrtskirche San Salvador

Kalvarientreppe

Hinter der Kirche führt ein steiler Stationenweg hinauf zum zinnenbewehrten Burghügel. Die Pilgertreppe, oder auch Kalvarientreppe genannt, ist gesäumt von hohen Zypressen und Kreuzen mit Darstellungen des Leidenswegs Christi. Sie führt hinauf zur Festung und zur Kirche San Salvador.

Blick von Festung San Salvador mit Palmen

Festung

Der ehemalige Burghügel wurde immer mehr zu einem Wallfahrtsort umfunktioniert. Die mittelalterliche Burg musste fast vollständig der Wallfahrtskirche San Salvador weichen. Bei einem Spaziergang durch die Zinnen und der Erholung in einem ruhigen Innenhof erhält man aber noch immer einen bleibenden Eindruck der Festung.

Wallfahrtskirche San Salvador auf Hügel von Artà

San Salvador (Santuari de Sant Salvador)

In der barocken Kirche San Salvador sind eine thronende Madonna mit Kind, sowie zwei Gemälde zur Geschichte Mallorcas sehenswert. Die Terasse hinter der Wallfahrtskirche bietet ein großartiges Panorama. Dieser Blick über die Dächer von Artà ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten von Mallorca.

Hausdächer von Artà

Aktivitäten

Neben dem Rathaus befindet sich das Museo Regional de Artà mit Funden zur heimischen Naturkunde, Ethnologie und Archäologie. Zu besichtigen sind Keramik, Schmuck und Bronzegeräte, viele archäologische Funde und traditionelle mallorquinische Gebrauchsgegenstände. Der Plaça del Conqueridor im Zetrum entstand Ende des 19. Jahrhunderts und wurde in den 90er Jahren umgebaut. Dienstags findet dort der beliebte Wochenmarkt von Artà statt (9-13 Uhr). Die Umgebung von Artà mit der reizvollen Hügellandschaft, den Mandelplantagen und Olivenhainen lässt Naturfreunden keine Wünsche offen. Ob zu Fuß oder mit dem Rad, diese Idylle sollte man sich nicht entgehen lassen. In der näheren Umgebung sind die Höhlen von Artà und das Kloster Ermita de Betlem unbedingt einen Besuch wert.

Kloster Ermita de Betlem

Ermita de Betlem (Ermita de Belén)

Eine Fahrt aus Artà hinaus (ca. 10 km) durch fruchtbares Anbaugebiet mit Orangenbäumen und anderer mediterraner Flora führt zum Kloster in den Bergen. Die kleine Bergkirche (Anfang des 19. Jahrhunderts) steht am Ende einer Zypressenallee in einem weiten Gelände. Die Christusstatue „Christus der Agonie“ wird von den Einwohnern Artàs sehr verehrt und ist jeden 1. Mai Ziel einer Wallfahrt. An der Kuppel befindet sich ein kunstvolles Gemälde. Bis 2010 lebten in Betlem noch Mönche, die altersbedingt in die Einsiedelei Santíssima Trinitat nahe dem Ort Valldemossa umzogen. Etwas versetzt auf dem Anwesen steht noch eine kleine Kapelle. Sie ist von aufgetürmten Mäuerchen umgeben, die die Felder vor dem Wind schützen.

Eingang zu den Höhlen von Artà

Cuevas de Artà

Ein 'must see' Ausflugziel von Artà sind die Coves d'Artà, die sich ca. 11 km östlich an der Küste bei Canyamel befinden. Sie ist die wohl größte und eindrucksvollste Tropfsteinhöhle Mallorcas.

blühende Mandelbaumplantage auf Mallorca

Mallorca.org-Tipp

Ein Besuch der Ebenen von Artà während der Mandelblüte ist einfach traumhaft!

Information

Einwohner: 7,415

Tourist Information

Artà
Oficina Municipal de Turismo Artà
Calle Estel 4
07570 Artà
-
museu@arta.cat
+34 971 829778